Bernd Schepeler: Suhl - ein Plädoyer für meine Stadt . Buch-Umschlag (Fotos: Bernd Schepeler/Manuela Hahnebach, Gestaltung: Designakut 2021)

Bernd Schepeler Suhl – ein Plädoyer für meine Stadt 2021

Buchgestaltung für Bernd Schepeler, der einen Bildband über die Stadt Suhl aus seiner persönlichen Sicht herausgeben möchte. In dem Buch gibt es jede Menge aktuelle und manche historische Bilder (ca. 900 Farbfotos) sowie knappe informative Texte zu vielen Themen und Facetten der Suhler Geschichte und Lebensqualität. Bernd Schepeler stellt die Vorzüge der Stadt Suhl mit den eingemeindeten Ortsteilen und des Umlandes im Herzen des Thüringer Waldes vor. Es geht um Stadtentwicklung und Stadtumbau, Architektur, Sehenswürdigkeiten, Natur und Erholung, Kultur und Sport, Gastlichkeit, Gewerbe, Handel, Industrie, Vereine, Verwaltung, medizinische Versorgung und viele weitere Aspekte, die das Lebensgefühl in unserer Stadt ausmachen. Bernd Schepeler legte Wert darauf, aktuelle Geschichte(n), Bilder und Zahlen darzustellen.

Buchgestalterisch hatte ich freie Hand und konnte ein freies Layout realisieren, bei dem jede (Doppel)Seite je nach Inhalt einen eigenen Ausdruck hat. Es gibt Seiten mit Bildergalerien, vollformatige Abbildungen oder doppelseitige Panoramabilder. Oft sorgen runde „Bildblasen“ für aufgelockerte Anordnung abseits jedes Spaltenrasters. Die knappen Texte wurden teils streng im Spaltenraster gesetzt aber gelegentlich auch in frei angeordneten rechteckigen oder runden Textbausteinen, die sich mit den Bildern in spannende Beziehung setzen. Als eine Hauptfarbe für Hintergründe und Überschriften wurde ein Frühlingsgelbgrün gewählt, das den Aspekt der Naturnähe von Wald und Wiesen in Thüringen frisch-leicht-fröhlich interpretiert (nicht ein sonst oft verwendetes dunkles schweres Waldgrün). Thematische Überschriften setzen in einer relativ großen lockeren Schreibschrift Akzente. Die Texte sind in einer klaren, angenehm fließenden, gut lesbaren Schrägschrift gesetzt. Der Gesamteindruck des Buches soll locker, abwechslungsreich, sympathisch und freundlich sein – vielleicht wie Suhl? Das Buch ist in enger Abstimmung mit dem Autor entstanden. Neben vielen eigenen Bildern des Autors wurden Fotos u.a. von Manuela Hahnebach verwendet oder von den dargestellten Einrichtungen, Organisationen oder Firmen zur Verfügung gestellt.

Der Bildband mit Hardcover-Einband (Format 24,5 x 21,9 cm) hat 208 reich bebilderte Seiten und erschien im August 2021. Es ist in Suhler Buchhandlungen und beim Autor zu erwerben.

Links

www.insuedthueringen.de/… „Liebeserklärung auf 200 Seiten an die eigene Stadt“ Doreen Fischer | „Freies Wort“ 24.09.2021
schmiedefeld.de/… Neu im Sortiment der Touristinformation Schmiedefeld

Plakat: 9. Suhler Lesenacht 2021 (Grafikdesign: design.akut.zone)

Plakat 9. Suhler Lesenacht 2021

2021 soll es wieder eine öffentliche Suhler Lesenacht geben. Dies mal sollen nicht verschiedene Autoren mit eigenen Büchern an verschiedenen Orten lesen, sondern es wird in der wieder nutzbaren Sauer-Villa die Jubiläums-Publikation „Schatzsucher“ mit den besten Texten aus 30 Jahren Südthüringer Literaturverein vorgestellt. 11 Autoren werden ihre Texte vortragen. Das Buch „Schatzsucher“ ist schon 2020 zum 30jährigen Jubiläum des Südthüringer Literaturvereins erschienen, konnte durch die Corona-Einschränkungen bisher aber noch nicht öffentlich vorgestellt werden. Das soll 2021 nachgeholt werden. Die Sauer-Villa in der Bahnhofstraße kann nach langem Leerstand durch den Verein Provinzkultur (der die Lesenacht unterstützt) wieder genutzt werden.

Das Plakat nimmt die bisherigen Gestaltungen der Lesenachtplakate auf und wandelt es den speziellen Anforderungen entsprechend ab. Es gibt eine neue (frische) Farbkombination Cyan/Lime. Wo sich sonst die verschiedenen Lesungen am symbolischen Weg links-rechts-versetzt aufgefädelt haben, werden dies mal die Programmpunkte versetzt angeordnet. Das gibt die zusammen mit unterschiedlicher Schriftfarbe die Möglichkeit, mit Häufung/Leerflächen zu differenzieren und strukturieren.

Infotafeln für Wanderweg BlaueLinie Goldlauter-Heidersbach: Heidersbacher Mühlgraben (Grafikdesign: design.akut.zone 2020/21)

Infotafeln Blaue Linie 2020-21

Infotafeln entlang des Wanderwegs „Blaue Linie“ in Goldlauter-Heidersbach

Die „Blaue Linie“ ist ein knapp 3 km langer Wanderweg zum Thema Wassernutzung in der Thüringer-Wald-Region bei Goldlauter-Heidersbach als Verbindung zwischen den beliebten Wandergebieten an der Rosenkopfstraße/Beerbergstraße bei Heidersbach und dem Tal der Goldenen Lauter/Pochwerksgrund bei Goldlauter. Goldlauter-Heidersbach ist ein kleiner Doppelort (ursprünglich zwei eigenständige Dörfer) der Stadt Suhl. Sie liegen südlich des höchsten Bereichs des Thüringer Waldes (Großer Beerberg) am Waldrand in hügeliger Tallage. Die „Blaue Linie“ führt vom ehemaligen Heidersbacher Mühlgraben (Beerbergstraße) am Ortsrand Heidersbach entlang über das Tal der Dürren Lauter zum Tal der Lauter/Goldenen Lauter, durch die Dorfstraße Pochwerksgrund in Goldlauter, das alte Dorfzentrum am Lindenplatz bis zum Wasseredle im Pochwerksgrund, der am Ortsausgang zum Thüringer Wald ein idyllisches Wiesental mit mehreren Wanderweg-Anschlüssen bildet. Der Wanderweg „Blaue Linie“ wurde vom Fremdenverkehrsverein Goldlauter-Heidersbach e.V. initiiert, von PGSP Steiner + Palme Planungsgesellschaft mbH (Suhl) projektiert und mit ELER-Fördermitteln zur Entwicklung des ländlichen Raums durch die Stadt Suhl finanziert.

Zur Ausstattung des Wanderwegs sollen vier Rastplätze mit Möblierung (überdachte Sitzgruppen, Bänke, Liegen, Kneipp-Becken, Barfußpfad) und Infotafeln angelegt werden. Die Möblierung erfolgte im Projekt von PGSP Steiner + Palme Planungsgesellschaft mbH (Suhl) mit Holzkonstruktionen der Werkstatt Holz & Farbe (Rötz/Bayern), wie sie auch beim Fernwanderweg Goldsteig (Oberpfälzer und Bayerischer Wald) verwendet werden. Nach der Erarbeitung des Logos für die „Blaue Linie“ bekam ich Ende 2020 den Auftrag zur Gestaltung und Realisierung der vier Infotafeln. Für die Gestaltung der Tafeln hatte ich freie Hand. Die Infotafeln 120 x 90 cm) sollen als bedruckte Alu-Verbundplatten auf die Holzständer montiert werden. Gedruckt wurden sie von VOLKwerbetechnik (Zella-Mehlis).

Mein Gestaltungsansatz war, die „fröhliche“ Farbgebung des Logos „Blaue Linie“ Blau-Grün-Gelb als Grundfarben für die Tafelgestaltung zu wiederholen und runde Formen mit Bezug zu Wasser, Fließen, Wiesenhänge, Berge als bestimmendes Stilmittel einzusetzen. Ich wollte keine herkömmliche Infotafel mit starrer, tabellarisch-rechtwinkliger Anordnung der Inhaltselemente wie Bilder, Texte und Karten, sondern eine spielerische freie Anordnung der Inhalte mit freundlich-einprägsamen Ausdruck. Schon der Titel sollte nicht steif und „ordentlich“ sein, sondern eine fließend-schwungvolle Schreibschrift, die auf Bogen- und Wellenlinien gesetzt wurde und damit das „lebendige“ Wasser als Grundthema unterstreicht. Die jeweilige Tafel-Hintergrundfarbe ist eine der Logo-Grundfarben: Blau für die Tafeln „Heidersbacher Mühlgraben“ und „Wasseredle“ (Mundart für Wasserrädchen) (die unmittelbar mit Wasser zu tun haben), Gelb für „Bleichwiesen“ (die das hier früher übliche Sonnenbleichen von Leinen thematisiert) und Grün für den „Lindenplatz“. Hauptinhalt der Infotafeln ist die Gründung und Entwicklung der beiden Thüringer Waldorte Goldlauter und Heidersbach im Zusammenhang mit der Nutzung des Wasserreichtums der Gegend. Jede Tafel greift dazu ein spezielles Thema auf: „Heidersbacher Mühlgraben“: Gründung von Heidersbach aufgrund der vorhandenen Quellen, „Bleichwiesen“: der frühere Haupterwerbszweig des Leinbleichens (mit Hilfe von Wasser und Sonnenlicht), „Lindenplatz“: die Mühlen im Tal der Goldenen Lauter und bei der Tafel „Wasseredle“: die Wassernutzung im Pochwerksgrund beim früheren Bergbau.

Die Bilder, Texte und Karten wurden jeweils als kreisrunde „Blasen“ mit unterschiedlicher Größe gesetzt. Das hat den Vorteil, dass man je nach Textlänge, Bildzahl und beabsichtigter Wichtung eine sehr lebhafte Anordnung schaffen kann, die nicht an eine strenge geometrische Aufteilung gebunden ist und deshalb viel einfacher an unterschiedliche Inhaltselemente angepasst werden kann: wie freie Anzahl der Bilder/Textblöcke, große/kleine Bilder, viel/wenig Text. Jede Tafel ist so aufgebaut, dass es zwei angeschnittene runde Hauptbilder in verschiedener Größe in den unteren Ecken gibt. Die Größe ist nicht festgelegt, sondern richtet sich nach einem vorteilhaften Bildausschnitt im Zusammenspiel mit den anderen Inhaltselementen. Diese wurden dann in unterschiedlichen Größen darauf, überlappend so angeordnet, dass sie bei guter Platznutzung ein interessantes, organisches, harmonisches Gesamtbild ergeben. So konnten dann zwei oder drei Nebenbilder, ein Kartenausschnitt der Standortumgebung und je zwei Texte angeordnet werden. Die Anzahl und Größe war nicht von vornherein geplant, sondern hat sich durch das verfügbare Material so ergeben. Die freie Anordnung hat sich meist spielerisch ergeben, nur im Detail mussten Größen und Positionen angepasst werden.

Die Texte und einige Bilder wurden durch den Fremdenverkehrsverein Goldlauter-Heidersbach zur Verfügung gestellt (einige Bilder von Brigitte Günkel, vielen Dank). Die Texte musste ich meist straffen, damit sie in die Kreisform passen, ich wollte aber sowieso allzu lange Texte vermeiden. Einige Bilder habe ich aus unserem Fotoarchiv genommen oder in der verfügbaren Zeit vor Ort gemacht (zusammen mit Manuela Hahnebach). Andere Fotos hab ich durch Websuche gefunden und mit Zustimmung/Quellenangabe verwendet, darunter zwei historische Ansichtskarten, die die Geschichte der Orte Goldlauter und Heidersbach illustrieren. Die (sonst nur spärlich erhaltenen) historischen Aufnahmen sollen dem Betrachter die geschichtliche Verwurzelung und Entwicklung der beiden kleinen Orte wenigstens mit je einem Bild veranschaulichen.

Ich denke, dass es in unkomplizierter Zusammenarbeit mit allen Beteiligten ein gelungenes Projekt geworden ist und hoffe, dass es von den Goldlauter-Heidersbachern (trotz einiger Vorbehalte) und ihren (hoffentlich bald wieder zahlreichen) Urlaubsgästen gut angenommen wird. Bisher waren die Reaktionen jedenfalls durchweg anerkennend.

Mehr Informationen

„Blaue Linie“ auf outdooractive.com

Presse

Blaue Linie und zwei Punkte, die Wasserwege erklären Projekt „Blaue Linie“ im Dorferneuerungsprogramm Goldlauter-Heidersbach | „Freies Wort“, Heike Hüchtemann, 06.028.2018
Blaue Linie entlang dem Wasser, das die Wopptei erblühen ließ Projekt Wanderweg „Blaue Linie“ Goldlauter-Heidersbach| „Freies Wort“, Heike Hüchtemann, 13.08.2019
Entlang der Blauen Linie: Wasser treten & barfuß laufen Planung des Wanderwegs „Blaue Linie“ Goldlauter-Heidersbach| „Freies Wort“, Doreen Fischer, 26.05.2020
Touristischer Baustein nimmt Formen an Aufbau der Rastplätze am Wanderweg „Blaue Linie“ Goldlauter-Heidersbach | „Freies Wort“, Heike Hüchtemann, 27.10.2020

Fotoausstellung Musikschule Suhl 2021: Lebensmomente - Fotografie Dr. Karl-Heinz Richter (Flyer)

Fotoausstellung Lebensmomente – Fotografie Dr. Karl-Heinz Richter 2021

März – Oktober 2021 Musikschule Suhl (vorerst geschlossen)

2021 soll es trotz der durch Corona-Maßnahmen bedingten vorläufigen Schließung der Musikschule Suhl für die Öffentlichkeit wieder (wie jedes Jahr) eine Fotoausstellung des Fotoclubs Kontrast in der Musikschule geben. Diese Fotoausstellung haben wir unserem kürzlich verstorbenen Alterspräsidenten des Fotoclubs Karl-Heinz „Charly“ Richter gewidmet. Wie zuletzt üblich, haben wir die Ausstellung mit 20 großformatigen (1,4 x 1 m) Postern geplant. Eine Herausforderung dabei war, die jahrzehntelange Fotografie-Leidenschaft von Charly Richter im Querschnitt von nur 20 Fotos darzustellen: das sind Landschaftsbilder seiner vielen Reisen, Porträts von Menschen, Tieraufnahmen, Architektur, Schnappschüsse, Aktfotografie, aber auch experimentelle Fotobearbeitungen. Die Beschränkung auf 20 Fotos hat aber auch den Vorteil, sich auf prägnante Bilder konzentrieren zu müssen und nicht in beliebige Vielfalt auszuufern. Deshalb haben wir für jedes Genre die typischen und eindrucksvollsten Bilder ausgewählt.

Aus einer kleinen Vorauswahl hab ich die endgültige Ausstellung konzipiert, die weniger eine durchgängige „Handschrift“ als viel mehr Vielfalt und Kontraste zeigt. Für Flyer/Plakat hab ich die meiner Meinung nach ausdrucksstärkste Fotografie einer argentinischen Tangotänzerin ausgewählt. Das Bild in Rot/Schwarz/Weiß/Gelb ist zwar nicht technisch perfekt, aber sehr lebendig, dynamisch und expressiv – ein Aufmerksamkeit erregender „Hingucker“. Die notwendigen Texte hab ich so angeordnet, wie die Bildstruktur es ermöglichte: die Veranstalterinfos eher unauffällig geblockt, Titel und Untertitel der Ausstellung in angepasster Schrift und freier Anordnung. Für die Vita von Karl-Heinz Richter auf der Rückseite bzw. als zweites Plakat hab ich ein kontrastierendes Baumschattenbild in schwarz-weiß verwendet, das ausdrucksmäßig gut passt und in der Bildstruktur die nötigen Freiflächen bietet. Der Ausstellungsflyer ist eine DIN-lang-Karte mit Vorder-/Rückseite, das Plakat ist entsprechend zweiteilig: Ankündigung und Vita. Die Ausstellung ist in den Fluren im 1. und 2. Stock der Musikschule Suhl aufgebaut. Das Ankündigungsplakat gibt es auch in einer zweiten Bildvariante, die als Hinweis auf die Ausstellung im 2. Stock dient.

Auf Anregung der Musikschulleiterin Viola Bornscheuer wurde die Ausstellung ab März 2021 aufgebaut in der Hoffnung auf Öffentlichkeit ab Sommer. Statt der traditionellen Ausstellungseröffnung mit Beiträgen von Musikschülern wurde eine virtuelle Eröffnung mit einem eigens hergestellten Eröffnungsvideo realisiert. In dem Video gibt es ausgewählte Musikstücke von Musikschülern, die Eröffnungsrede von Frau Bornscheuer, eine Laudatio des langjährigen Fotofreundes von Charly Richter Klaus Wöhner vom Coburger Fotoclub und natürlich Fotos von Karl-Heinz Richter. Eine Besonderheit ist, dass sich Mitglieder des Südthüringer Literaturvereins mit den Fotos auseinandergesetzt und ihre Gedanken in Gedichte oder kurze Texte gefasst haben. Einige dieser Texte wurden von den Autoren für das Video gelesen, sie hängen als Textfahnen den entsprechenden Bildern zugeordnet.

Video Digitale Eröffnung der Fotoausstellung “Lebensmomente” in Suhl von rennsteig.tv auf vimeo.com/…

Banner zum 30. Selbsthilfe-Tag in Suhl 2020 (Gestaltung: Designakut 2020)

Banner 30. Selbsthilfetag Suhl 2020

Im Suhler Steinweg werden zur Bekanntmachung städtischer Veranstaltungen oft große Banner (8 x 1,8 m) aufgehängt. Diese hängen ca. 6 m hoch und müssen auf die Ferne erfasst werden können.

Für den 30. Selbsthilfetag in Suhl 2020 hab ich ein solches Banner gestaltet. Die Inhalte waren vorgegeben, Layout und Farbgestaltung waren frei unter der Maßgabe, dass das grüne Logo und eine bestimmte beige Hintergrundfarbe zur Wiederkennung (Selbsthilfebroschüren) verwendet werden. Im Kontext mit der neu gestalteten Website des Sozialen Zentrums Suhl (als Veranstalter des Selbsthilfetages) wollte ich aber auch ein „frischeres“ Farbklima mit Hellgrün-Hellblau realisieren. Um das auflockernd und augenfällig zu zeigen, wurde sinnbildlich ein hellgrüner „neuer Anstrich“ über den beigen Hintergrund gelegt, der auch für mehr Lebendigkeit und Aufmerksamkeit sorgen soll. Das Selbsthilfelogo sollte so groß wie möglich präsent sein, um das Thema klar zu machen. Die zentrale Anordnung rückt es sinnfällig in den Mittelpunkt. Die Veranstaltungsdaten sollten zwar gut lesbar sein, aber nicht so im Vordergrund stehen. Deshalb sind sie auf eine rein informative nüchterne Kopfzeile reduziert. Zwei Haupt-Textblöcke flankieren das Logo und unterstreichen dessen Mittelposition. Zur Strukturierung der Haupttexte hab ich die neue Farbigkeit Blau-Grün genutzt: der Textblock mit relativ viel Inhalt sollte so strukturiert werden, dass er trotzdem kompakt und schnell erfassbar bleibt. Die Farbtrennung hilft, das doppelte „30 Jahre…“ zu vermeiden und trotzdem doppelt zugehörig erkennbar zu machen. Schrägstellung der Hauptinhalte sorgt für mehr Aufmerksamkeit. Eine Infozeile unten bildet das Gegengewicht zur Kopfzeile und gibt dem Banner einen Rahmen.

Einladungskarte: Friedliche Revolution in Suhl 1989/90 . Veranstaltungen 2019/20

Flyer 30 Jahre Friedliche Revolution in Suhl 1989/90 2019

Zu den verschiedenen Veranstaltungen (mehrerer Akteure) zum 30jährigen Jubiläum der Friedlichen Revolution in Suhl 1989/90 sollte eine Info- und Einladungskarte herausgegeben werden. Da die Karte auch verschickt werden soll, kam nur das Format DIN lang infrage. Bei der Gestaltung von Einladungskarten/Flyern versuche ich immer, den Inhalt auf einfachen Karten nur auf Vorder- und Rückseite unterzubringen, weil ich davon ausgehe, dass bei mehrseitigen aufklappbaren Falt- oder Wickelflyern der Inhalt des Innenteils oft ignoriert wird und den Adressaten nicht erreicht. Außerdem verleitet mehr Platz auch zu mehr Inhalt mit langatmigen Texten, die dann meist nicht gelesen werden. Meiner Meinung nach muss der Inhalt einer Einladungskarte kurz, prägnant und auf den ersten Blick erfassbar sein. Ein Bild und typografisch/farblich besondere Gestaltung dienen der Aufmerksamkeit, um das Interesse des Betrachters zu wecken.

Ähnlich wie bei der Ausstellung „Friedliche Revolution in Suhl 1989/90“ hab ich die deutschen Nationalfarben Schwarz, Rot und Gelb zur Grundlage der Kartengestaltung genommen. Damit soll einerseits die nationale Bedeutung des Themas ausgedrückt werden und andererseits ist es eine Farbkombination mit sehr hohem Aufmerksamkeitswert. Die Nationalfarben sollten aber nicht einfach schematisch als Flagge dargestellt werden, sondern unterschwellig die Gesamtfarbigkeit bilden. Schwarzer Text auf gelbem Grund ist nicht nur gut lesbar, sondern hat auch einen besonders hohen Aufmerksamkeitswert (der z.B. bei Warnschildern genutzt wird). Rot als Signalfarbe bietet sich für herausgehobene Hauptinhalte an. Bei dieser Karte gab es die Herausforderung, dass relativ viel Text auf wenig Raum untergebracht werden musste. Es sollte aber nicht langweilig oder unübersichtlich werden. Unterschiedliche Typografie + Farbgestaltung dienen der Strukturierung des Textes, der aus 7 Blöcken (7 Veranstaltungen) mit gleichartigem Aufbau besteht. Das groß dargestellt Veranstaltungsdatum/Zeit dient dabei als Hauptkriterium und Trenner. Als Schrift wurde dafür eine Schreibmaschinentype benutzt, um einen dokumentarische Nachrichtenstil aktueller Ereignisse zu vermitteln (wie es sich aus früheren Nachrichten-Telegrammen eingeprägt hat). Veranstaltungsort, Thema, Inhalt und Veranstalter sind nachrangig und werden durch entsprechend abgesetzte Typografie und Farbigkeit gegliedert. Jeder Block ist (schon aus Platzgründen) eng gesetzt, soll aber auch optisch zusammenhalten, um die Gesamtansicht übersichtlich zu gliedern und nicht zu „zerfransen“.

Plakat zur Ausstellung "Lasst Stift und Pinsel tanzen" . Musikschule Suhl 2019

Flyer/Plakat Ausstellung „Lasst Stift und Pinsel tanzen“ 2019

In der Städtischen Musikschule „Alfred Wagner“ Suhl sind regelmäßig Kunst- und Fotoausstellungen zu sehen. Unter dem Titel „Lasst Stift und Bilder tanzen“ gibt es auch eine langjährige Ausstellungsreihe mit Malerei und Grafik aus dem Kunstunterricht von Suhler Grundschülern. Für die Ausstellung 2019 gestaltete ich Einladungskarte und Plakat völlig neu (bisherige Gestaltung von Annette Wiedemann). Die Gestaltung sollte nicht mehr gediegen ausstellungsmäßig erscheinen, sondern bunt, kindlich und etwas chaotisch. Grundlage/formatfüllendes Hintergrundbild der Gestaltung ist eine farbenfrohe Zeichnung/Collage „Herbstwald“ von Lilly Albrecht (Schule Suhl-Heinrichs, 8 Jahre). Die Titelzeile sollte in spontaner Schrift ungeordnet (aber immer noch lesbar) förmlich über das Bild tanzen. Zusatzinformationen wurden als bunte Infostreifen collagenartig unausgerichtet über das Bild gelegt. Die Farbigkeit wurde an die des Bildes angelehnt. Beim Plakat wurde der kurze Einladungstext auf einem (auch farbig) auffälligen Farbklecks gesetzt, so dass der Betrachter dort hingeleitet wird. Flyer und Plakat sind ähnlich aber (durch anderes Format) anders platziert gestaltet. Der Einladungstext auf der Flyer-Rückseite enthält mehr Informationen in 4 Textblöcken. Diesen wurden 4 Farben der Vorderseite zugeordnet, aber nicht ordentlich separat, sondern als überschneidende Farbkleckse.

Flyer zur Ausstellung "Friedliche Revolution in Suhl 1989/90" . CCS 2019

Ausstellung Friedliche Revolution in Suhl 1989/90 2019

30 Jahre nach der Friedlichen Revolution in der DDR sollen die Ereignisse im Herbst 1989, die zur deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 führten, in einer Ausstellung der Stadt Suhl wieder ins öffentliche Bewusstsein gebracht und gewürdigt werden. Die Ausstellung wird mit großformatigen Planen (2 x 1 m) in einem authentischen Ort der damaligen Ereignisse präsentiert: im Congress Centrum Suhl, das früher als Stadthalle der Freundschaft Schauplatz von Demonstrationen und „Dialog“-Veranstaltungen der Runden Tische war. Am 4. November 1989 fand auf dem ehemaligen Ernst-Thälmann-Platz (jetzt Platz der Deutschen Einheit) zwischen der Stadthalle (CCS) und dem Kulturhaus „7. Oktober“ (jetzt teilweise abgerissen und im Umbau zum Stadtarchiv und Depot) die vom Neuen Forum organisierte mächtigste Demonstration in Suhl mit 25000 Teilnehmern statt. Ein besonderer Anlass der Ausstellung ist auch der 89. Deutsche Archivtag, der vom 17. bis 20.09.2019 im Suhler CCS stattfindet.

Auf 14 Ausstellungsplanen werden in Bildern von Suhler Fotografen, Zeitdokumenten von „Freies Wort“ (Tageszeitung des damaligen Bezirks Suhl) und erläuternden Texten von Holger Uske Themen wie Demonstrationen, Rolle der Kirchen, Dialog, Stasi-Besetzung, Freie Menschen und Demokratie lernen veranschaulicht. Eine ähnliche Ausstellung war schon zum 20jährigen Friedliche-Revolutions-Jubiläum als Openairausstellung an 4 verschiedenen wichtigen Orten der damaligen Ereignisse zu sehen. Die damalige Ausstellungsgestaltung von Designakut wurde für die neue Ausstellung übernommen, teilweise aktualisiert und etwas reduziert (auch weil der damalige Fotochronist Reinhard Wenzel seine Zustimmung zur erneuten Verwendung seiner Wendefotos, die einen nicht unbedeutenden Teil der Ausstellungsbilder ausmachten, versagte).

Kuschelkatalog . Gast im Thüringer Wald (Layout: Andreas Kuhrt 2006)

Prospekt Kuschelkatalog 2006

Gastgeber-Verzeichnis für den Tourismusverband Eisenach Gotha Thüringer Wald

Klare Gliederung muss nicht rechtwinklig sein. Der Schwung steht natürlich für Berglandschaft, bringt darüber hinaus Dynamik und einen größeren Aufmerksam­keitswert. Die Farbigkeit Gelb/Grün war vorgegeben, kombiniert mit Weiß & Himmelblau ergibt sich eine fröhliche Frische. Die Idee war, das Layout über die Rückseite fortzusetzen.

Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit Manuela Hahnebach design.hahnebach.com

Grafik

Grafik Design • Entwurf • Layout • DTP • Satz • Bild­bearbeitung • Druck­abwicklung

Logos • Visiten­karten • Geschäfts­ausstat­tungen • Flyer/Falt­prospekte • Einladungen • Karten • Plakate • Kalender • Kataloge • Broschüren • Bücher

Edition Sinnbild • Buchgestaltung • Kalender • Kunst

Buch- und Kalendergestaltungen für Literatur, Fotografie oder andere Kunstprojekte habe ich als EditionSinnbild unter sinnbild.akut.zone zusammengefasst.