Banner zum 30. Selbsthilfe-Tag in Suhl 2020 (Gestaltung: Designakut 2020)

Banner 30. Selbsthilfetag Suhl 2020

Im Suhler Steinweg werden zur Bekanntmachung städtischer Veranstaltungen oft große Banner (8 x 1,8 m) aufgehängt. Diese hängen ca. 6 m hoch und müssen auf die Ferne erfasst werden können.

Für den 30. Selbsthilfetag in Suhl 2020 hab ich ein solches Banner gestaltet. Die Inhalte waren vorgegeben, Layout und Farbgestaltung waren frei unter der Maßgabe, dass das grüne Logo und eine bestimmte beige Hintergrundfarbe zur Wiederkennung (Selbsthilfebroschüren) verwendet werden. Im Kontext mit der neu gestalteten Website des Sozialen Zentrums Suhl (als Veranstalter des Selbsthilfetages) wollte ich aber auch ein „frischeres“ Farbklima mit Hellgrün-Hellblau realisieren. Um das auflockernd und augenfällig zu zeigen, wurde sinnbildlich ein hellgrüner „neuer Anstrich“ über den beigen Hintergrund gelegt, der auch für mehr Lebendigkeit und Aufmerksamkeit sorgen soll. Das Selbsthilfelogo sollte so groß wie möglich präsent sein, um das Thema klar zu machen. Die zentrale Anordnung rückt es sinnfällig in den Mittelpunkt. Die Veranstaltungsdaten sollten zwar gut lesbar sein, aber nicht so im Vordergrund stehen. Deshalb sind sie auf eine rein informative nüchterne Kopfzeile reduziert. Zwei Haupt-Textblöcke flankieren das Logo und unterstreichen dessen Mittelposition. Zur Strukturierung der Haupttexte hab ich die neue Farbigkeit Blau-Grün genutzt: der Textblock mit relativ viel Inhalt sollte so strukturiert werden, dass er trotzdem kompakt und schnell erfassbar bleibt. Die Farbtrennung hilft, das doppelte „30 Jahre…“ zu vermeiden und trotzdem doppelt zugehörig erkennbar zu machen. Schrägstellung der Hauptinhalte sorgt für mehr Aufmerksamkeit. Eine Infozeile unten bildet das Gegengewicht zur Kopfzeile und gibt dem Banner einen Rahmen.

Website Vieselbacher Elektroservice: Startseite (Web Design: Designakut 2020)

Website Vieselbacher Elektroservice 2020

Relaunch einer bisherigen Onepage-Website als CMS mit WordPress.

Bisher hatte die Vieselbacher Elektroservice GmbH, ein Elektroinstallations-Handwerksbetrieb aus Nauendorf bei Bad Berka/Erfurt, ein Onepage-Website auf Basis WordPress. Die war zwar schön kompakt, aber es war ziemlich schwierig, neue Inhalte einzustellen und themenbezogen zu strukturieren, wie z.B. neue Projekte verschiedener Leistungsschwerpunkt oder aktuelle Informationen, wie Lehrausbildungs-Angebote.

Deshalb hab ich eine Standard-Website mit Menü auf Basis WordPress realisiert. Das bewährte Theme GeneratePress bot wieder ausreichen Einstellungsmöglichkeiten, um die Website an das bereits existierende Firmenerscheinungsbild anzupassen. Eine diesbezügliche Vorgabe war, die Firmenfarben Grün und Gelb im Seitenkopf als Wiedererkennungsmerkmal zu verwenden. Das lies sich mit meinen Vorstellungen nur schwer vereinbaren, aber alternative Farbvorschläge wurden verworfen. Ein Kompromiss war, die Startseite in der bisherigen Farbkonstellation zu erhalten und die Folgeseiten mit einer weniger grellen Farbigkeit zu gestalten (Dunkelgrau-Grün mit gelben Schriftelementen). Im Menü Leistungen wurden die 4 Arbeitsschwerpunkte Beleuchtung, Bahnanlagen, Flugfeldanlagen und Tunnel sowohl als Slider als auch als Kacheln auswählbar dargestellt. Innerhalb der Arbeitsschwerpunkte kann man jetzt einfach aktuelle Projekte als Beiträge hinzufügen und so aus einer Kategorieübersicht auswählen. Damit besteht in Zukunft die Möglichkeit, aktuelle Inhalte einfach als Blog zu realisieren.

Ausstellung "Schönheit der Form. Die Designerin Christa Petroff-Bohne" . Kunstgewerbemuseum Schloss Pillnitz 2020 (Foto: Andreas Kuhrt)

Ausstellung Schönheit der Form. Die Designerin Christa Petroff-Bohne 2020

26.06.-01.11.2020 Kunstgewerbemuseum Wasserpalais Schloss Pillnitz

Das ist eine lange Geschichte: ab 2004 entwickelte die form+zweck-Verlagsgründerin Angelika Petruschat die Idee, Beiträge/Ausstellungen über Frauen der DDR-Designgeschichte zu machen, die in der öffentlichen Wahrnehmung viel zu kurz kommen, z.B. über Christa Petroff-Bohne. Sie war eine der bedeutendsten Protagonistinnen des modernen funktionalen Designs in der DDR: 1934 in Colditz/Sachsen geboren, lernte sie Keramikmalerin, studierte Formgestaltung an der Hochschule für Bildende Künste Dresden und Hochschule für Angewandte Kunst Berlin-Weißensee. Sie arbeitete als Designerin u.a. beim Auer Besteck- und Silberwarenwerk (ABS), für viele Gebrauchsporzellan-Hersteller und andere Industriebetriebe und wurde Dozentin für Ästhetische Gestaltung im Bereich Formgestaltung/Keramik an der Kunsthochschule Berlin Weißensee (KHB).

Über fast 15 Jahre verfolgte Angelika Petruschat dieses Vorhaben und sammelte Material, um eine umfassende Darstellung des Lebenswerkes von Christa Petroff-Bohne veröffentlichen zu können. 2018 starb Angelika Petruschat nach kurzer schwerer Krankheit. Jörg Petruschat (Design-Kulturwissenschaftler) führt den Verlag form+zweck weiter und verwirklichte die Idee seiner Frau. Mit dem gesammelten Bildmaterial, Informationen und Texten wurde 2020 ein wirklich umfassendes Buch „Schönheit der Form. Die Designerin Christa Petroff-Bohne“ herausgegeben (288 Seiten, Verlag form+zweck, Berlin 2020, Herausgeber: Silke Ihden-Rothkirch und Jörg Petruschat, Gestaltung: Sophie Alex, ISBN 978-3-947045-17-4).

Parallel zum Buch wurde eine Ausstellung über den Werdegang, die Designleistungen und Gestaltungslehre von Christa Petroff-Bohne konzipiert. Die gleichnamige Ausstellung „Schönheit der Form. Die Designerin Christa Petroff-Bohne“ wird 2020 im Kunstgewerbemuseum im Wasserpalais Schloss Pillnitz (Staatliche Kunstsammlungen Dresden) gezeigt. Kuratoren der Ausstellung sind Klára Němečková (Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Spezialgebiet zeitgenössisches Design im Kunstgewerbemuseum Schloss Pillnitz), Jörg Petruschat, Silke Ihden-Rothkirch, Mitarbeit: Anne Gieritz (Sammlungsverwalterin am Kunstgewerbemuseum), Ausstellungsarchitektur: Katleen Arthen (Berlin), Grafik: Torsten Köchlin (Leipzig), Joana Katte (Hamburg). 2021 soll die Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg zu sehen sein.

Neben ihrem Werdegang als Industriedesignerin, vielen Gestaltungsbeispielen aus allen Schaffensphasen, Ikonen des Industriedesigns in der DDR wird ihrer Lehrtätigkeit an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee ein großer Ausstellungsteil gewidmet. Wir waren 1979-84 Studenten des Fachgebietes Formgestaltung an der KHB. Dort war sie im 2. Studienjahr unsere Dozentin für Visuelles Gestalten für die Fachrichtungen Formgestaltung und Keramik. „Frau Professor“ hat aber keine theoretische Ästhetiklehre vermittelt, sondern Grundlagen der Formgebung und Farbgestaltung in praktischen Übungen. Dabei ging es darum, Präzision und Feingefühl in der formal-ästhetischen Gestaltung von Formen und Farben zu entwickeln. Viele dieser Studentenarbeiten hat Christa Petroff-Bohne aufbewahrt und sie sind in der Ausstellung neben ihren eigenen Designarbeiten zu sehen.

Eine Übung war, aus (selbst gegossenen möglichst „reinen“ Gipsblöcken) Formabwandlungen durch Anschnitte/Abwandeln von geometrischen Grundformen (Würfel oder Kugel) zu kreieren. Zwei dieser Formabwandlungen, die ich 1981/82 als Gipsobjekte hergestellt habe, sind in der Ausstellung zu sehen: Würfel mit Kugelkalotten-Anschnitten. Eine andere Formübung war, Querschnittsverwandlungen formal zu bewältigen. Im Bereich Farbgestaltung hat sich bei uns das „Stubbeln“ besonders eingeprägt (wie die Berliner Sächsin den Schwammauftrag von Farbe auf Papier nannte). Daraus haben wir einen Farbenkatalog aller denkbaren Farbmischungen (z.B. Hellrosa anilinhaltig zu Chromoxydgrün oder Schwefelgelb zu Ultramarin) hergestellt und dabei schon allerhand über Mischfarben und unsere Kommilitonen erfahren (z.B. Mut zu gewagten Farbmischungen, Farbtoleranz an den Händen für ca. 2 Wochen). Aus diesem Farbreihen-Katalog haben wir dann 9er-Farbklänge im 3×3-Raster entwickelt (in der Ausstellung sind auch welche von uns zu sehen). Diese Farbübungen haben übrigens mein Farbempfinden nachhaltig geprägt, z.B. habe ich daraus später die Fotosynthese-Collagen entwickelt. Mit den Erfahrungen und Fertigkeiten des formgestalterischen Grundlagenstudiums an der KHB bei Christa Petroff-Bohne und Alfred Hückler (technisch/technologische Gestaltung) haben wir unsere Grundlage als Designer als Beruf/Berufung bekommen.

Eine interne feierliche Ausstellungseröffnung gab es nur im kleinen Kreis auf der Terrasse des Wasserpalais Schloss Pillnitz mit Christa Petroff-Bohne, dem Direktor des Kunstgewerbemuseums Thomas Geisler, den Ausstellungsmachern Klára Němečková, Silke Ihden-Rothkirch, Jörg Petruschat, Anne Gieritz (Sammlungsverwalterin am Kunstgewerbemuseum) und einigen Begleitern von Frau Petroff-Bohne. Wir (Manuela Hahnebach, Andreas Kuhrt) hatten das große Glück, bei dieser internen Eröffnung dabei sein zu können. Es war schön, unsere „Frau Professor“ nach 35 Jahren wieder zu sehen und sich mit ihr an gemeinsame Zeiten an der KHB zu erinnern. „Frau Professor“ ist auch mit 86 immer noch erstaunlich agil, sehr aufgeweckt, offen, zugewandt und freundlich. Bei dieser Gelegenheit war es auch schön, unseren alten Studienkumpel Bernd (www.glier.info) wieder zu treffen, der uns eigentlich erst auf diese Ausstellungseröffnung gebracht hatte.

Mehr Informationen: kunstgewerbemuseum.skd.museum/… | Ausstellungsflyer (PDF 2 MB) | blog.craft2eu.net/… | www.mdr.de/… | www.smow.com/… | www.stiftung-industrie-alltagskultur.de/… | de.wikipedia.org/…

Website Debus Skulptur: Startseite (Web Design: Designakut 2020)

Website Debus Skulptur 2020

Relaunch einer bisherigen HTML-Website als modernes CMS mit WordPress.

Die bisherige Website zur Eigenveröffentlichung von Infos/Arbeiten der Holzbildhauerin Beate Debus war schlicht und einfach als statische HTML-Seiten mit CSS-Styles angelegt. Im Rahmen der Möglichkeiten war sie sehr übersichtlich, minimalistisch mit klarem, einfachen, konstruktiven Layout gestaltet. Der benutzte Darstellungsraum war aber ziemlich begrenzt (nach dem Entwicklungsstand von 2007 aber ausreichend), entsprechend waren die Bilder relativ klein und der Platz für Erweiterungen beschränkt und wenig flexibel. Moderne Features wie Slider, Galerien, Kacheln, Blog, E-Mail-Formulare, responsive Anpassung waren nicht möglich, das Anlegen von neuen Projektseiten und die Anpassung der Menüstruktur war aufwändig. Inhaltliche Aktualisierungen erforderten Programmierkenntnisse und wurden meist auf das Nötigste beschränkt.

Die neue WordPress-Website kann alle zeitgemäßen Web-Darstellungsmöglichkeiten nutzen. Natürlich ist sie für verschiedene Ausgabemedien (Desktop, Tablet, Smartphone) responsiv angepasst. Ein großzügiges Design nutzt den jeweils vorhandenen Displayraum aus. Es gibt Slider mit mehr und größeren Bildern. Aktuelle Beiträge können relativ einfach und zeitnah erstellt werden. Die Menüstruktur ermöglicht Querlinks zwischen verschiedenen Beiträgen zu einem Thema. Es können leichter mehr aktuelle interessante Informationen erstellt werden. Integrierte SEO-Maßnahmen ermöglichen qualifizierte Text- und Bildoptimierung zur besseren Auffindbarkeit der Informationen im Web.