Eröffnung Haus der Geschichte Suhl 2022: Pflanzentage auf dem Platz der Deutschen Einheit (Foto: Andreas Kuhrt)

Eröffnung Haus der Geschichte Suhl 2022

Am 14. Mai 2022, dem Tag der Städtebauförderung, wurde das umgebaute und sanierte Portalgebäude des ehemaligen Kulturhauses als Haus der Geschichte Suhl mit einem Tag der offenen Tür offiziell eröffnet. Am Wochenende des „Suhler Frühlings“ mit Automeile und Pflanzentagen im Stadtzentrum zwischen Marktplatz, Steinweg und Platz der Deutschen Einheit kamen bei schönstem Frühlingswetter hunderte Interessenten, die die Eröffnung erleben und eine der öffentlichen Führungen im Haus mitmachen wollten. Es war so voll, dass viele Neugierige im großzügigen neuen Foyer keinen Platz mehr fanden und auch nicht alle Hausrundgangs-Wünsche erfüllt werden konnten (die insgesamt 9 Themen-Führungsgruppen mussten verständlicherweise auf eine überschaubare Personenzahl begrenzt werden). Neben den Eröffnungsreden gab es ein Programm, Ausstellungen, Führungen, Mitmach-Angebote und Info-Material zum mitnehmen sowie Hefte der Kleinen Suhler Reihe zu kaufen.

Hausschlüssel

Zwei Tage vorher, am 12.05.2022, gab es bereits eine interne nichtöffentliche Übergabe des Hauses der Geschichte von den Bauverantwortlichen nitschke + kollegen architekten Weimar an die Stadt Suhl. Der Suhler Oberbürgermeister André Knapp erhielt den symbolischen Hausschlüssel, der an die zukünftigen Nutzer des Hauses weitergereicht wurde: Andrea Walther als Leiterin des Stadtarchivs und Peter Arfmann als Leiter des Waffenmuseums. Ich würde diesen Tag mal als Schlüssel-Tag für das Haus der Geschichte bezeichnen.

Ein bisschen Geschichte

Das Kulturhaus „7. Oktober“ in Suhl (seit 1991 Haus Philharmonie) wurde 1954 bis 1958 als erstes Großbauprojekt der kleinsten DDR-Bezirksstadt im neoklassizistischen Nachkriegs-Stil der „Ost-Moderne“ gebaut. 50 Jahre lang war es das kulturelle Veranstaltungszentrum der Stadt für Theater, Kino, Konzerte, Kulturvereine, Jugendweihen und Politveranstaltungen bis es seine Funktionen zunehmend verlor, im Unterhalt zu teuer und die Bausubstanz sanierungsbedürftig wurde.

Abriss, Umbau, Sanierung

Ab 2010 wurde das ehemalige Kulturhaus teilweise abgerissen: die großen Veranstaltungssäle und der Verwaltungsbau an der Bahnhofstraße. Dort wurde das Haus der Wirtschaft als Sitz der IHK Südthüringen bis 2014 neu gebaut. Das übriggebliebene Portalgebäude des ehemaligen Kulturhauses zum Platz der Deutschen Einheit wurde von 2016 bis 2022 umgebaut und saniert. Für den Umbau war das Architekturbüro Nitschke & Partner Weimar verantwortlich. Der Neubau mit ganz neuen Anforderungen in der historischen Hülle war kompliziert, langwierig und teuer. Von den Baukosten über 9 Mio. € wurden knapp 80 % durch den Bund und das Land Thüringen mit Mitteln der Städtebauförderung gefördert. Nach der Fertigstellung dient es als Stadtarchiv Suhl und Magazin des Waffenmuseums Suhl, also sowohl die historischen Akten, Dokumente und Fotos (des Stadtarchivs) als auch die heimatgeschichtliche Sammlung des Waffenmuseums (nicht nur Waffen, sondern auch Kunstwerke, Gemälde, Skulpturen, Münzen, Porzellan, Musikinstrumente, Handwerks- und Industrieprodukte, Maschinen, Fahnen…) beherbergen. Das Gebäude wurde entkernt (dabei an den Säulenumgängen und Treppenhäusern soviel wie möglich erhalten) und im Innern ein komplett neuer Betonkubus für die Depoträume (mit speziellen Last-, Sicherheits- und Klimatisierungs-Anforderungen) eingebaut. Seit Ende 2021 war der Bau im Wesentlichen fertiggestellt, es gab noch Restarbeiten bei der Innenausstattung und Umfeldgestaltung, aber Stadtarchiv und Magazin Waffenmuseum sind nach und nach eingezogen.

Ausstellungen

Großplakate in den „Schautüren“

Für die Ausgestaltung des Hauses und die geplante Eröffnung zum Tag der Städtebauförderung hab ich im Auftrag der Stadt Suhl seit Mitte 2021 zahlreiche Ausstellungsmaterialien erstellt: angefangen im Dezember 2021 mit Großplakaten für 8 äußere „Schautüren“ (ehemalige große Flügeltüren, die nicht mehr als solche genutzt werden). Die Plakate zeigen Suhler Highlights, die einen wesentlichen Teil der Stadt-Identität ausmachen, für die Suhl teilweise sogar weltbekannt ist und die im Stadtarchiv oder Magazin des Waffenmuseum zu finden sind: von historischer Waffenkunst über Simson-Mopeds, EGS-Rührgeräte, fränkische Fachwerk-Architektur, Ost-Moderne bis zur Herbert-Roth-Volksmusik.

Plakatserie Kulturhaus

Seit Mitte 2021 habe ich in Zusammenarbeit mit Holger Uske und dem Stadtarchiv Suhl eine Plakatserie über das ehemalige „Kulturhaus Suhl – vom 7. Oktober zum Haus der Geschichte“ erarbeitet, die seit der Eröffnung des Hauses der Geschichte an der Ausstellungswand im Foyer zu sehen ist. Das sind 19 Plakate über den Vorgängerbau, die provisorischen Quartiere des Stadtarchivs und Magazins Waffenmuseum, den Aufbau, die Ausstattung, Eröffnung und Nutzung des Suhler Kulturhauses, dessen Verfall, teilweisen Abriss, Umbau und Sanierung des Portalgebäudes als Haus der Geschichte. Der Inhalt der Plakatausstellung beruht im Wesentlichen auf dem Heft 64 der Kleinen Suhler Reihe „Das Neue Stadtarchiv Suhl – Das Haus der Geschichte“. Begleitend zur Plakatserie gestaltete das Stadtarchiv Suhl eine Vitrinenausstellung von Dokumenten und gegenständlichen Zeitzeugnissen passend zum jeweiligen Thema.

Plakatserie Herbert-Roth-Ensemble

Eine weitere Präsentation im Haus der Geschichte ist die Kabinett-Ausstellung zum Herbert-Roth-Ensemble. Diese Ausstellung würdigt den bekannten Suhler Komponisten und Volksmusikanten Herbert Roth und sein Musikensemble der 1950er bis 1980er Jahre. Diese Kabinett-Ausstellung besteht aus einer Vitrinen-Ausstellung von Dokumenten, Fotos, Büchern, Schallplatten, CDs und Erinnerungsstücken von Herbert Roth und seinen musikalischen Freunden, die von Matthias Rolfs zusammengetragen wurden. Ein weiterer Ausstellungsbereich sind 9 große Plakate zum Herbert-Roth-Ensemble, die einzelne Musikanten vorstellen: Herbert Roth, der Texter Karl Müller, die Sängerin und Musikantin Waltraut Schulz, die Sängerin und Musikantin Karin Roth (Edelgard und Herbert Roths Tochter), das Herbert-Roth-Ensemble, der andere Herbert Roth als Schlagerkomponist Matthias Wendt und 3 historische Veranstaltungsplakate (als Kopien). Die Texte stammen von Matthias Rolfs in Zusammenarbeit mit dem Herbert-Roth-Fan und -Kenner Wolf-Dieter Schmidt (aus Hannover).

Ausstellungstafel Rennsteiglied

Außerdem wurde nachträglich zum 70jährigen Jubiläum des Rennsteiglieds (Premiere 1951) eine Ausstellungstafel „Das Rennsteiglied – die Hymne Thüringens“ über den Thüringer Höhenweg Rennsteig und das Rennsteiglied von Herbert Roth (Komposition) und Karl Müller (Text) erstellt.

Tag der Städtebauförderung in Suhl

Umbau und Sanierung des Portalgebäudes waren bisher das größte und aufwändigste Projekt der Städtebauförderung in Suhl. Deshalb wurde der Tag der Städtebauförderung am 14.05.2022 zum Anlass genommen, das fertiggestellte Haus offiziell zu eröffnen. Gleichzeitig sollte die Städtebauförderung von Bund, Ländern und Gemeinden mehr in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden. Dazu sollten auch viele andere Bauförderprojekte der letzten drei Jahrzehnte dargestellt werden. In einem Flyer zum Tag der Städtebauförderung werden 22 Projekte in der Suhler Innenstadt und Suhl-Heinrichs vorgestellt. Ein weiterer Ausstellungs-Baustein ist die schon traditionsreiche Suhler Openair-Ausstellung am Dianabrunnen: dafür wurden 16 Ausstellungstafeln mit Fotos und Infos zu 15 ausgewählten Städtebau-Förderprojekten gestaltet. Parallel dazu wurden 12 Rollups Städtebauförderung Suhl erstellt, die eine Auswahl von 11 Förderprojekten darstellten. Diese dienen unabhängig von der Openair-Ausstellung der zukünftigen mobilen Präsentation in verschiedenen Räumlichkeiten. Während der Haus-der-Geschichte-Eröffnung waren diese Rollups an verschiedenen Orten des Hauses verteilt. Schließlich wurden noch zwei weitere kleine PR-Bausteine zum Tag der Städtebauförderung gestaltet: Aufsteller an den Stadteingängen und ein Infobanner in der Fußgängerzone Steinweg.

Medien

Eröffnung mit neuer Nutzung: Haus der Geschichte und Erinnerungen Dörthe Lemme | „Freies Wort“ | 15.05.2022
Haus der Geschichte vor Eröffnung: Wo Suhler Schätze zu Hause sind Dörthe Lemme | „Freies Wort“ | 02.05.2022
Haus der Geschichte: Portalgebäude in Suhl kurz vor der Neueröffnung Mathias Streisel | MDR Thüringen Journal | 04.05.2022
Vor Ort – Erste Einblicke in das Haus der Geschichte Suhl rennsteig.tv | 04.05.2022
Eröffnung mit neuer Funktion: Haus der Geschichte lädt zum Entdecken Dörthe Lemme | „Freies Wort“ | 11.05.2022

Plakatserie Herbert Roth Ensemble: Herbert Roth (Gestaltung: design.akut.zone)

Plakatserie Herbert Roth Ensemble 2022

Zur Eröffnung des Hauses der Geschichte Suhl im Mai 2022 wurde u.a. eine Kabinett-Ausstellung über einen der bekanntesten Suhler gestaltet: den Komponisten, Sänger und Volksmusikanten Herbert Roth und sein Ensemble. Neben einer Vitrinen-Ausstellung und einer Ausstellungstafel über den Rennsteig und das Rennsteiglied als Hymne Thüringens wurde eine Plakatserie über Herbert Roth und sein Ensemble gestaltet. Auf 9 großen Plakaten (10 x 100 cm) gibt es Informationen und viele Bilder zu den Hauptpersonen: Herbert Roth (und seine Frau Edelgard), sein Freund und Texter aller Herbert-Roth-Volkslieder Karl „Kaschi“ Müller, die charismatische Sängerin und zweite Akkordeonspielerin des Ensembles über 3 Jahrzehnte (1951-1983) Waltraut Schulz, Herbert Roths Tochter, Sängerin und Akkordeonspielerin Anfang der 1980er Jahre Karin Roth, das Herbert Roth Ensemble unter verschiedenen Namen und mit unterschiedlichen Musikern (Kontrabass, Zither, Melodiegitarre), der „andere Herbert Roth“ als Schlagerkomponist Matthias Wendt und schließlich 3 Kopien von Originalplakaten bzw. Heft-Cover aus den 1950er Jahren.

Der Gestaltungs-Stil schließt an die vorher entstandenen Kulturhaus-Suhl-Plakate an: Jedes Thema/Person wird auf einem eigenem Plakat mit einer eigenen Farbe dargestellt (für die Roths natürlich Rot-Töne). Die informativen Textblöcke wurden wieder in runden „Blasen“ organisiert, wodurch sie räumlich kleiner wirken, nicht so viel Hintergrund überdecken und freier platziert werden können. Das gleiche gilt für die runden Bilder, von denen jeweils ein größeres Hauptbild eingesetzt wurde. Die anderen Bilder wurden in unterschiedlichen Größen (die eine Wichtung ermöglichen) je nach Platzbedarf und Wechselwirkung frei positioniert, meist überlappend, wenn es das Bildmotiv erlaubt. Ausnahmsweise wurde Plattencover oder Zeitungsartikel auch rechteckig eingefügt, dann aber eher hintergründig.Die Themenplakate sollen einen „erzählerischen“ Charakter haben, auf denen „das Auge spazieren gehen“ kann, die man also nur nach und nach entdecken kann. Neben den „offiziellen“ Ensemble-Bildern von Herbert Roths Freund und Fotograf des Vertrauens Rolf Kornmann wurden auch einige private Fotos (die bisher nicht so bekannt sind) aus den Nachlässen der Künstler/Familien verwendet.

Ausstellungstafel: Das Rennsteiglied - die Hymne Thüringens (Gestaltung: design.akut.zone)

Ausstellungstafel Rennsteiglied 2022

Zur Eröffnung des Hauses der Geschichte in Suhl (umgebautes Portalgebäude des ehemaligen Kulturhauses) wurde eine Kabinett-Ausstellung über den bekanntesten Suhler Volksmusiker und Komponisten Herbert Roth und sein Ensemble aufgebaut:

  • Eine Vitrinen-Ausstellung mit originalen Zeitzeugnissen, Erinnerungsstücken, Dokumenten, Büchern, Fotos, Schallplatten und CDs über Herbert Roth, Karl Müller (dessen Freund und Liedtexter), Waltraut Schulz (die Sängerin/Akkordeonspielerin des Ensembles über 3 Jahrzehnte) und Karin Roth (Tochter von Edelgard und Herbert Roth, Sängerin und Volksmusikantin). Die Vitrinen-Ausstellung wurde von Matthias Rolfs (langjähriger Kulturamtsleiter in Suhl und Herbert-Roth-Kenner) mit Leihgaben von Wolf-Dieter Schmidt (Herbert-Roth-Fan, Historiker, Sammler und Insider aus Hannover), Karin Roth, Sieglinde Calov (Lebensgefährtin von Karl Müller) und des Stadtarchivs Suhl (Nachlass Karl Müller, Nachlass Rolf Kornmann) zusammengestellt.
  • Eine originale funktionsfähige Telefunken-Bandmaschine M 15 aus den 1970er Jahren (aus dem AMIGA-Studio) zur Aufnahme/Abspielen der Urbänder zur Schallplattenproduktion. Diese und 14 Urbänder mit Herbert-Roth-Aufnahmen wurden von Volkmar Andrä (ehemaliger Musikproduzent beim AMIGA-Studio B) gerettet und zur Verfügung gestellt.
  • Eine Ausstellungstafel „Das Rennsteiglied – die Hymne Thüringens“ über den bekannten Thüringer Höhenweg Rennsteig und das zumindest in Thüringen weltbekannte Rennsteiglied.
  • Eine Plakatserie über Herbert Roth und sein Musikensemble.

Die Ausstellungstafel und die Plakatserie lehnen sich inhaltlich an die Broschüre „Auf den Spuren von Herbert Roth“ zum 70jährigen Jubiläum der Uraufführung des Rennsteigliedes 2021 an (Herausgeber: Congress Centrum Suhl, Touristik und Congress GmbH). Texte und Redaktion wurden wieder von Matthias Rolfs gemacht in Zusammenarbeit mit Wolf-Dieter Schmidt. Drei Textblöcke geben kompakte Informationen zum bekannten, historischen Thüringer Höhenweg Rennsteig im Thüringer Wald, zur Entstehung des Rennsteigliedes und dessen Siegeszug als Hymne Thüringens und schließlich den Text des Rennsteigliedes. Mein Gestaltungsansatz war, ein frisches, fröhliches Erscheinungsbild zu schaffen, dass dem ursprünglichen Charakter des Liedes als Wanderlied Rechnung trägt. Es sollte keineswegs verstaubt oder altbacken wirken. Entsprechend hab ich die frühlingshafte Farbkombination Himmelblau/Hellgrün gewählt. Die Bilder sollten wie „Farbtupfen“ einen malerisch-erzählerischen Bildeindruck erzeugen. Die nicht zu bunte, zu eigenständige zurückhaltende Farbstimmung der ausgewählten Bilder kam mir dabei entgegen. Bis auf das zentrale warmton-rote Bild von Herbert Roth als „Wanderer“, das damit einen zentralen Platz ausfüllen kann und ein „Scharnier“ zwischen den Natur- und Musik-Ensemble-Bildern bildet.Bei den Rennsteigbildern hab ich typische, natürliche, nicht zu „gestylte“ Fotos mit hohem Wiedererkennungswert gewählt (Fotos: Manuela Hahnebach, Bernd Schepeler).

Rollups Städtebauförderung Suhl: Haus der Geschichte (Gestaltung: design.akut.zone)

Rollups Städtebauförderung Suhl 2022

Parallel zur Openair-Ausstellung Suhl 2022 zur Städtebauförderung wurden Rollups (100 x 200 cm) zu den gleichen städtebaulichen Förderprojekten mit prinzipiell gleichem Inhalt erstellt (aber nur 12 Stück, also 4 Projekte weniger als bei der Openair-Ausstellung). Die Rollups dienen unabhängig von der Openair-Ausstellung der Innenraum-Präsentation der Städtebauförderung in Suhl in unterschiedlichen öffentlichen Bereichen (deshalb sind sie auch nicht speziell dem Tag der Städtebauförderung gewidmet). Zuerst wurden sie aber im Rahmen der Eröffnung des Hauses der Geschichte (am Tag der Städtebauförderung 14.05.2022) im 2022 fertiggestellten sanierten Portalgebäude des ehemaligen Suhler Kulturhauses ausgestellt (als Vorort-Version der Openair-Ausstellung).

Die Herausforderung bei der Gestaltung bestand darin, das ursprünglich angelegte Querformat der Openair-Ausstellung in ein entgegengesetzt ausgedehntes Hochformat umzuformen, ohne dass es irgendwie „gezwungen“ aussieht. Das funktionierte mit der Untereinander-Anordnung des Hauptbildes und der 3 Zusatzbilder (des Vor-Sanierungs-Zustandes) sehr gut. Die weiteren runden Bilder waren sehr günstig, da man sie im Format frei anordnen kann. Sie sind nicht an eine bestimmte Position (Raster) gebunden und konnten so in der freien Fläche des Hochformates verteilt werden. Damit konnte ich wieder für jedes Projekt ein neues eigenständiges spannungsvolles Layout realisieren. Die Texte und Bilder zu den einzelnen Projekten sind weitgehend identisch mit denen der Openair-Ausstellung.

Foto Openair Suhl 2022 Städtebauförderung: Was ist Städtebauförderung? (Gestaltung: design.akut.zone)

Foto Openair Städtebauförderung Suhl 2022

Zur Eröffnung des Stadtarchivs und Magazins Waffenmuseum im Haus der Geschichte Suhl (Portalgebäude des ehemaligen Kulturhauses) am 14.05.2022 soll es eine OpenairAusstellung geben, die die Städtebauförderung von Sanierungsprojekten in der Stadt Suhl thematisiert. Das Portalgebäude des ehemaligen Kulturhauses „7. Oktober“ Suhl/Haus Philharmonie ist mit der Erhaltung, Sanierung und Umbau ein Kernobjekt der Städtebauförderung in Suhl seit 2010.

In der Openair-Ausstellung am Platz am Dianabrunnen gibt es Bilder und Informationen über die Städtebauförderung von Bund, Ländern und Gemeinden in Suhl zu 15 Förderprojekten innerhalb der letzten drei Jahrzehnte. Dazu gehören sowohl große städtische Projekte wie die Sanierung des Steinwegs, des Heinrichser Rathauses oder des Waffenmuseums, der Kirchen in Suhl/Heinrichs oder Neubauten wie die Stadtbücherei und das Haus der Wirtschaft als auch die denkmalgerechte Sanierung von privaten Wohnhäusern wie in der Kirchgasse 12 oder der Meininger Straße 97 in Suhl-Heinrichs. Wenn Bilder des Vor-Sanierungs-Zustandes vorhanden waren, wurden die Objekte mit Vorher-Nachher-Bildern illustriert, Zeitzeugnisse wie Presseartikel oder Baupläne hinzugefügt. Kurze Beschreibungen erläutern die einzelnen Projekte, die Notwendigkeit, den Verlauf und die Ergebnisse der Sanierung, Projektzeitraum und Gesamtkosten/Fördermittel werden benannt.

Die Tafeln wurden so gestaltet, dass jeweils ein Förderprojekt pro Tafel mit einer eigenen Kennfarbe (die nach Möglichkeit etwas mit dem Objekt zu tun hat) in der großen Projektüberschrift dargestellt wird. Ein großes, fast formatfüllendes Bild zeigt plakativ das fertig sanierte Objekt. Eine kleine Bildserie von meist 3 Bildern am linken Tafelrand zeigt den Bauzustand vor der Sanierung oder während der Bauarbeiten. die möglichst kurze, aber informative Projektbeschreibung wurden in runden „Textblasen“ mit der Projektfarbe gesetzt. Die runde Form hat den großen Vorteil, dass man diesen Textbaustein frei (ohne Format- und Kantenbeziehung) auf der Bildfläche anordnen kann, dass er verhältnismäßig weniger Platz beansprucht und das Bildüberdeckungen „akzeptabler“ wirken (vermutlich, weil die virtuelle Bildfortsetzung an einem runden Ausschnitt besser funktioniert als an einem rechteckigen). Außerdem wurden, wenn verfügbar, weitere Bilder, die das Projekt illustrieren, als runde „Bildblasen“ auf nicht so bildwichtigen Teilen des Hauptbildes platziert. Wenn vorhanden und layoutmäßig gut zu integrieren, wurden auch rechteckige historische Zeitungsausschnitte oder Baupläne eingebunden, um möglichst vielfältige Informationen zu den einzelnen Projekten zu vermitteln. Jedes Projekt bekam dadurch ein prägnantes eigenes Erscheinungsbild, bietet abwechslungsreiche Informationen und Bilder. Der Gesamteindruck der Ausstellung ist trotz einer einheitlichen Gestaltungsbasis (einheitlicher Tafeltitel, prinzipielle Bildaufteilung) vielfältig und abwechslungsreich.

Die redaktionellen Texte wurden von der Städtebaulichen Planung Suhl erstellt und durch Holger Uske redigiert. Die zahlreichen Bilder wurden u.a. durch die Städtebauliche Planung Suhl, das Stadtarchiv Suhl, Denkmaltage Suhl, einige Planungs-/Baufirmen der jeweiligen Projekte, Peter Arfmann (Leiter des Waffenmuseums Suhl), Bernd Schepeler, Gerhard Semm, Holger Uske, Brigitte Günkel, Manuela Hahnebach und Andreas Kuhrt zur Verfügung gestellt bzw. extra angefertigt. Für einige Bilder wurde auf frei verfügbare Wikimedia Commons (meist vom Autor Störfix) zurückgegriffen.

Presse

Zum Tag der Städtebauförderung: Schau zeigt eine ganze Kette städtebaulicher Perlen Heike Hüchtemann | „Freies Wort“ | 13.05.2022

Suhl: Haus der Geschichte: Foyer (Foto: Andreas Kuhrt, 2021)

Fotografie Städtebauförderung Suhl 2022

Für die Ausstellungen und Flyer zur Städtebauförderung Suhl 2022 war es nötig, einige Fotos von geförderten Objekten neu zu erstellen. Bei Außenaufnahmen gab es die Schwierigkeit, vor der nötigen Fertigstellung der Gestaltungen bis spätestens Ende April annehmbare Umgebung (Grün) und Lichtbedingungen nutzen zu können. Dabei ging es nicht um „künstlerisch wertvolle Fotos“, sondern darum die betreffenden Gebäude prägnant darzustellen.

Städtebauförderung Suhl: Eröffnung Haus der Geschichte (Flyer) (Gestaltung: design.akut.zone)

Flyer Tag der Städtebauförderung Suhl 2022

Ein DIN-lang-Flyer für den Tag der Städtebauförderung in Suhl am 14.05.2022. An diesem Tag wird auch das umgebaute und sanierte Haus der Geschichte Suhl eröffnet: eines der größten Städtebau-Förderprojekte in Thüringen. Das ehemalige Kulturhaus Suhl/Haus Philhamonie wurde teilweise abgerissen, aber das Portalgebäude als Haus der Geschichte (Stadtarchiv und Magazin des Waffenmuseums) erhalten, umgebaut und saniert. 12 Jahre nach Abrissbeginn des Bühnenhauses und der Anbaugebäude in der Bahnhofstraße und 6 Jahre nach Sicherungsmaßnahmen und Baubeginn für das immer noch riesengroße Portalgebäude des ehemaligen Kulturhauses wird es im Mai 2022 als Haus der Geschichte als Sitz des Stadtarchivs und Magazin des Waffenmuseums Suhl neu eröffnet.

Im 10-seitigen Zick-Zack-Falzflyer werden viele weitere Projekte der Städtebauförderung in Suhl während der letzten 3 Jahrzehnte kurz vorgestellt: 16 Projekte in der Suhler Innenstadt und 6 im Ortsteil Suhl-Heinrichs. Für den Interessierten gibt es einen schematischen Stadtplan der beiden Ortsbereichen mit der Lage der beschriebenen Objekte. Mit dem Flyer soll das erfolgreiche Instrument der Städtebauförderung von Bund, Ländern und Gemeinden zur Sanierung von Innenstädten, Ortsbildern und problematischen Teilbereichen mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden. Ohne diese Förderung könnten viele dieser Projekte nur mit Eigenmitteln der Orte nicht verwirklicht werden. Viele dieser oft historisch wertvollen Bauten würden verfallen und schließlich abgerissen werden müssen. Parallel zum Flyer wurde eine Openair-Ausstellung mit 16 Ausstellungstafeln am Dianabrunnen und eine mobile Präsentation mit 12 Rollups realisiert.

Die redaktionellen Inhalte Präsentationen wurden von der Städtebaulichen Planung der Stadt Suhl erstellt und von Holger Uske redigiert. Bilder wurden von der Städtebaulichen Planung, dem Stadtarchiv Suhl, Gerhard Semm und Bernd Schepeler zur Verfügung gestellt, als Wikimedia Commons vom Autor Störfix und A. Savin eingebunden, durch Manuela Hahnebach oder selbst erstellt.

Städtebauförderung Suhl: Eröffnung Haus der Geschichte (Aufsteller) (Gestaltung: design.akut.zone)

Aufsteller/Banner Tag der Städtebauförderung Suhl 2022

Gestaltung eines großen Aufstellers (1,5 x 3 m) an den Suhler Stadteingängen. Mit dem Fahrzeug ankommende Einwohner und Besucher der Stadt Suhl sollen prägnant auf die Veranstaltungen Tag der Städtebauförderung (mit Eröffnung Haus der Geschichte Suhl) und Suhler Frühling (mit Südthüringer Pflanzentagen und Automeile) aufmerksam gemacht werden. Für die verschiedenen Veranstaltungen stehen 4 Symbolbilder als „Hingucker“. Der für eine Vorbeifahrt relativ viele Text wurde als Schlagzeilen mit abgestufter Größe (Wichtung) in stark farbigen Schriftbalken strukturiert. Die Gesamt-Farbwirkung soll frühlingshaft, fröhlich, aktivierend sein. Die vorgegebenen Logos der Städtebauförderung und der Stadt Suhl sollten passend in die Gesamtstruktur eingebunden werden, aber trotzdem selbständig bleiben. Die Hauptveranstaltung Eröffnung Haus der Geschichte als Stadtarchiv und Magazin des Waffenmuseums (nach langjähriger Ideensuche, Finanzierungsschwierigkeiten, teilweisem Abriss, Umbau und Sanierung des ehemaligen Kulturhauses) wird außerdem mit einem Banner in der Fußgängerzone Steinweg angekündigt.

Plakat: Kulturhaus Suhl: Vom 7. Oktober zum Haus der Geschichte (Text: Holger Uske, Gestaltung: design.akut.zone)

Plakatserie Das Kulturhaus in Suhl: vom 7. Oktober zum Haus der Geschichte 2021/22

Zur Eröffnung des sanierten und umgebauten ehemaligen Kulturhaus-Portalgebäudes als Haus der Geschichte am 14.05.2022 soll eine Plakatserie im neuen Foyer gezeigt werden, die den Aufbau, die Nutzung, die Erweiterung, den Leerstand und Niedergang, teilweisen Abriss und die Umbau-Sanierung des Gebäudes von 1954 bis 2022 veranschaulicht. Aber es wird auch auf den dafür angeordneten Abriss eine der schönsten Suhler Jugendstil-Villen (Wagners-Villa) und Einebnung der dazugehörigen Gärten eingegangen. Da die neuen Nutzer das Stadtarchiv und das Magazin des Waffenmuseums sein werden, wird auch die jahrzehntelange Odyssee dieser Institutionen durch provisorische Quartiere in unzureichenden Gebäuden thematisiert.

Dieses ganze Kapitel der Kulturhausgeschichte stellt der Autor Holger Uske mit Hilfe von Zeitzeugen und vielen Bildern ausführlich im Heft 64 der Kleinen Suhler Reihe „Das Neue Stadtarchiv Suhl – Das Haus der Geschichte“ dar (Gestaltung: Annette Wiedemann). Für die vorliegende Plakatausstellung aus 19 fortlaufend thematisch-chronologisch anknüpfenden Einzelpostern komprimierte Holger Uske die Inhalte auf schnell erfassbare Kernaussagen, die in ein oder zwei kleinen Textbereichen pro Thema untergebracht werden konnten. Die Bilder stammen ebenfalls von Zeitzeugen, aus dem Stadtarchiv Suhl, dem Suhler Waffenmuseum, von Holger Uske, Manuela Hahnebach und dem Umbau-Sanierungs-Planungsbüro nitschke + kollegen architekten gmbh weimar. In der Plakatstrecke spielen Bilder, Farben und eine abwechslungsreiche, themenspezifische Anordnung von Bildern und Texten die Hauptrolle für ein interessantes, abwechslungsreiches, einprägsames Gesamtbild. Die einzige Konstante der Plakatreihe ist die jeweilige Themenüberschrift und das Layoutprinzip. Jedes Thema wird durch eine eigene Farbe präsentiert (die von den Nachbarn deutlich abweichen, aber auch harmonieren soll), die ich teilweise symbolisch dem Thema entsprechend, aber auch frei nach Gefühl angelegt hab. Die Anordnung von Bildern und Texten ist für jedes Plakat eigenständig und völlig frei von einem Satzraster. Es richtet sich hauptsächlich nach der Art, Menge und Größe der Bilder und Texte. Dabei hab ich nach Eignung (des Bildausschnitts) rechteckige und kreisrunde Bilder teilweise im Anschnitt angelegt. Mit unterschiedlicher Größe konnte ich auch unterschiedliche Präsenz/Wichtung der Bildmotive steuern. Runde Bilder und Textblöcke haben dabei den großen Vorteil, dass man sie ohne geometrischen Bezug zueinander setzen kann. Dadurch kann man ein individuelles freies Layout realisieren. Mit der möglichen Überdeckung nebensächlicher Bildteile durch andere Bilder an beliebiger, nicht geometrisch vorgegebener Stelle kann man auch mehr Bilder mit größerem bildwirksamen Ausschnitt unterbringen. Mein Ziel war, für jedes Layout eine „organische“, wie selbstverständlich wirkende Lösung zu finden, die jedem Plakat ein eigenes Gesicht gibt.

Video: Anno 2013 – Aus Kulturhaus Suhl wird Haus der Geschichte (rennsteig.tv auf vimeo.com)

Einst im Rahmen des sozialistischen Innenstadtumbaus von Suhl zur kleinsten Bezirksstadt der DDR als erstes Großbauprojekt geplant und erbaut, war das 1958 eröffnete Kulturhaus „7. Oktober“ jahrzehntelang eines der prägenden Gebäude des neuen Zentrums rund um den Ernst-Thälmann-Platz (heute Platz der Deutschen Einheit). Es war das kulturelle Zentrum Suhls mit Kino, Theater- und Orchestersaal, weiteren Bühnen, Clubräumen, Proberäumen, Tanz- und Ausstellungsflächen und Gaststätten. Schon mit dem Bau der gegenüber liegenden „Stadthalle der Freundschaft“ Mitte der 1970er Jahre büßte es einen Teil der Funktion als zentraler Veranstaltungsort ein. 1977/78 wurde es noch einmal modernisiert und erweitert, um die technische, architektonische und künstlerische Ausstattung weiterzuentwickeln und der klangvollen Suhler Philharmonie bessere Bedingungen zu bieten.

Presse

Entschieden: Portalgebäude wird „Haus der Geschichte“ („Freies Wort“, Georg Vater, 03.05.2021) Abstimmung des Stadtrats Suhl zum neuen Namen des sanierten Kulturhaus-Portalgebäudes

Portalgebäude Suhl (Plakate außen): Simson (Foto: Manuela Hahnebach, Gestaltung: design.akut.zone 2021)

Großplakate Haus der Geschichte Suhl 2021

Von 2011 bis 2021 wurde das ehemalige Kulturhaus Suhl (Haus Philharmonie) teilweise abgerissen und ab 2016 das denkmalgeschützte Portalgebäude am Platz der Deutschen Einheit saniert und für die Nutzung als Stadtarchiv und Magazin des Waffenmuseums umgebaut. Anfang 2022 soll das „historische“ Gebäude aus den 1950er Jahren als „Haus der Geschichte“ wiedereröffnet werden. An den Hausseiten sind jeweils 4 ehemalige Eingangstüren funktionslos geworden und sollen als „Schaufenster“ genutzt werden, die dem Passanten einige prägende „Markenzeichen“ der Suhler Geschichte vermitteln, die jetzt im Haus bewahrt und aufbereitet werden: Waffenstadt, Simson, Elektrogeräte, Herbert Roth, Stadtgeschichte, Fachwerk, Kulturhaus uns Ostmoderne.

Dazu hab ich 8 Großplakate gestaltet, die zu Suhler Indentifikations-Themen prägnante Überschriften und Bilder verbinden. Jedes Schaufenster sollte ein Thema mit nur einem aussagekräftigen Symbolbild darstellen. Dazu gibt es nur ganz kurze erläuternde Texte, worum es dabei geht und wo man weitere Informationen finden kann. Holger Uske hat die Texte verfasst, die Bilder wurden aus verschiedenen Quellen zusammengetragen (Stadtarchiv Suhl, Verlag Peter Arfmann, Manuela Hahnebach, Bernd Schepeler). Die Großplakate (ca. 2,2 x 2 m) sollen hohe Fernwirkung und Prägnanz haben. Dass die Schaufenster durch Rahmen und Streben in sich geteilt sind, soll mit großen Bildern, die einen zusammengehörigen Gesamteindruck machen, wettgemacht werden. Die Plakate sollen einen freundlichen, großzügigen und nicht zu eigenwilligen Eindruck vermitteln, sie sollen sich in die Hausumgebung einpassen (die Umgebungsfarbe ist sandbeigegelb). Eine spannende Frage bleibt noch, wie die Wirkung hinter den Türglasscheiben bei einem Abstand von rund 10 cm sein wird. Die Banner wurden von Volk-Werbung Zella-Mehlis auf wiederablösbare YupoTako-Folie gedruckt, die ohne chemische Klebschicht durch Mikrosaugnäpfe auf glatten Untergründen haftet (dieses Material benutze ich zum ersten Mal). Ende 2021 wurden die Plakate montiert und sollen bis zur offiziellen Eröffnung des „Haus‘ der Geschichte“ im Mai 2022 schon zur öffentlichen Wahrnehmung des neuen alten Hauses beitragen.

Presse

Stolz auf Suhl: Erste Ausstellung am Haus der Geschichte („Freies Wort“, red, 29.12.2021) Außenplakate am Haus der Geschichte Suhl